Gemeindeverständnis

Die Pfingstbewegung hat seit ihren Anfängen grossen Wert auf die örtliche Gemeinde gelegt und auch die Schweizerische Pfingstmission betont in ihrer Lehre und Praxis die hohe Bedeutung der Lokalgemeinde.

Unter Gemeinde verstehen wir eine Versammlung von Glaubenden, die zu Jesus gehören und eine Gemeinschaft von Menschen bilden, die eine geistliche Neugeburt durch das Erlösungswerk von Jesus Christus erlebt haben.

Die Gemeinde anerkennt Jesus Christus als ihren Herrn und erwartet in ihren regelmässigen  Versammlungen und Gottesdiensten seine Gegenwart und sein vielfältiges Wirken durch den Heiligen Geist. Mitglieder von Gemeinden sind fröhlich bemüht, ihr Leben nach den Grundsätzen der Lehre Jesu zu gestalten. Zudem nehmen sie den Auftrag wahr, Werkzeug zu sein, um die Botschaft des Evangeliums allen Menschen weiterzugeben und sie bemühen sich, die Liebe Gottes im Dienst am Nächsten auszuüben.

Obwohl Lokalgemeinden auch auf gute Organisation angewiesen sind, ist die christliche Gemeinde ihrem Wesen nach keine Organisation, sondern ein Organismus. An diesem Organismus haben die einzelnen Glaubenden wie Glieder an einem Leib teil. Dankbar erfüllen sie gemeinsam verschiedene Aufgaben gemäss ihren Begabungen und Fähigkeiten und ermöglichen so den vielschichtigen Dienst der Gemeinde. Zu diesen Begabungen gehören auch Leitungsdienste, wie Pastoren, Älteste oder Diakone, die an den Führungsaufgaben beteiligt sind.

Es ist Aufgabe der Gemeinde, Menschen für den Glauben zu gewinnen, sie darin zu festigen und ihre geistliche Entwicklung zu fördern. Dazu hat sie einen Lehr- und Verkündigungsdienst bekommen, pflegt die biblischen Aspekte von Gemeinschaft, Lobpreis und Anbetung, übt die verordneten Zeichenhandlungen von Glaubenstaufe und Abendmahl aus und engagiert sich in Evangelisation und Mission.

Im Wesen der Gemeinde gibt es eine allumfassende Dimension, denn geistlich gesehen gehören alle an Jesus glaubenden Menschen aller Epochen dazu, unabhängig von ihrer denominationellen Zugehörigkeit. Die Bibel macht aber klar, dass Gemeinde jederzeit auch als konkrete und sichtbare Ausformung bestehen muss, als Lokalgemeinde, die an konkreten Orten Gott anbetet und ihm dient.

Gesunde christliche Lokalgemeinden suchen auch Verbindungen untereinander, denn sie wissen, dass sie eine übergeordnete Dimension brauchen. Die Gemeinden der Schweizerischen Pfingstmission sind untereinander verbunden, anerkennen gemeinsame Richtlinien und leben in Rechenschaft gegenüber dem nationalen Dachverband.

Die Lehre der Gemeinde ist ein weites Gebiet der Theologie und dieser kurze Abschnitt fasst in einfacher Weise die wichtigsten Aspekte zusammen. Für eine detaillierte Abhandlung verweisen wir auf DUFFIELD GUY P./ VAN CLEAVE NATANIEL M. „Grundlagen pfingstlicher Theologie“, Solingen 2003

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