Südamerika

Peru

Die offizielle Weihnachtsaktion 2007 der SPM ist zu Gunsten von Kindern in Peru.

Unsere Missionarinnen mit ihren einheimischen Teams lindern mit grossem Erfolg Hunger, Verlassenheit, Trostlosigkeit und Elend.

Die Spendengelder werden dazu verwendet, bewährte soziale Projekte zu stabilisieren und auszubauen.

Mehr dazu im Flyer.

 

Land und Leute
Einwohner : 29'000'000
Hauptstadt : Lima 8'000'000 Einw.
Amtssprachen : Spanisch, Ketschua, Aimará
Gebiete : Küste, Bergland, Regenwald

Beginn unserer Missionsarbeit in Perú: 1963

Gelobt sei Gott, jetzt und in alle Ewigkeit! Ihm allein gehören Macht und Weisheit. Er ist der Herr der Zeit und bestimmt, was wann geschieht. Daniel 2:20,21a

Peru hat die für ein Entwicklungsland typische Bevölkerungsstruktur: Von den rund 29 Millionen Einwohnern sind über 13 Millionen Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren.

Minderjährige und ihre Probleme sind daher ein zentrales Anliegen der Sozialarbeit in Peru.

(Alle nachfolgenden Beispiele entsprechen realen Begebenheiten aus den Sozialwerken MAHANAIM und EKKLESIA. Zum Schutz der Kinder wurden jedoch deren Namen geändert. Bild und Text sind ebenfalls nicht identisch)

Die hauptsächlichen Themen sind:

Die nachfolgenden zwei Werke stellen sich mit sehr erfolgreichen Projekten dem Elend dieser benachteiligten Bevölkerungsschicht entgegen. Es sind die
«Misión Cristiana MAHANAIM» in Lima und «EKKLESIA–una Misión» in Cusco

 

«Misión Cristiana Mahanaim» in Lima

Die «Misión Cristiana Mahanaim» ist ein Trägerverein. Er wurde 2003 von der «Misión Suiza de Cooperaciön evangélica en el Perú», der ehemaligen Peru-Mission, gegründet. Dem Trägerverein gehören das Camp «Camp-MAHANAIM» und das Kinderheim «Hogar-MAHANAIM» an.

Der Trägerverein legt alle wichtigen Entscheide und Richtlinien für Camp und Kinderheim fest.

Die zwei Schweizer Missionarinnen vor Ort sind:

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Hanni Baumgartner

Sie ist die Präsidentin des Trägervereins und Hauptverantwortliche des
Kinderheims und ist seit 1970 in Peru

     
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Sylvia Roth

Sie ist im Trägerverein beratendes Mitglied, arbeitet zu 30 % für die
Gemeinde in Lima und sonst im Kinderheim. Zwischenzeitlich organisiert
und begleitet sie Lageraktivitäten des Camps.



«Camp-MAHANAIM»

Das Campgelände liegt ausserhalb des Zentrums von Lima. Eingebettet in einem grünen Tal, umgeben von kahlen Sandhügeln und Gebirge.

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Das Verwalterehepaar Lohander und Rosa Pinedo

Sie sind die geborenen Gastgeber. Sie empfangen und betreuen die Besucherinnen und Besucher mit viel Freude und Hingabe.

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Das Camp ist gut ausgelastet. Dies ermöglicht dem Trägerverein, laufend Neuerungen und Vergrösserungen zu realisieren.

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Die Gäste in «Camp MAHANAIM» sind meist Gruppen aus dem In- und Ausland:

An Körper, Seele und Geist erleben alle immer wieder gewaltige Erquickung und Veränderungen. Viele Zeugnisse erzählen von Befreiung, Heilung und Wiederherstellung.


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Hogar-MAHANAIM»

Angrenzend an das Campgelände liegt das Kinderheim. Es ist für herkunftslose Kinder und solche, welche aus unhaltbaren Zuständen kommen, ein kleines Stück Paradies auf Erden.

2005 schenkte Gott der Organisation ein absolut geniales Haus. Alles begann mit einer Vision. Die Missionarin Hanni Baumgartner wollte Kindern in Not ein neues Zuhause geben. Auf wunderbare Art und Weise fügte es sich, dass ein grosses Feld, auf welchem ein Haus steht, mittels einer beachtlichen Spende erworben werden konnte. Es war so gut eingerichtet, dass man in der Lage war, innert kürzester Zeit die ersten 14 Kinder aufzunehmen.

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Bereits zwei Jahre später konnte man das Haus grossräumig anbauen.
Informationen dazu finden Sie auch unter www.misioncristianamahanaim.com

Hier sollen die aufgenommenen Kinder eine möglichst familienähnliche Erziehung in harmonischer Atmosphäre erleben, um später beste Voraussetzungen zu haben, sich in einer Adoptivfamilie zu integrieren.

Die Kinder besuchen den Kindergarten und die öffentliche Schule vor Ort.

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Es war von Anfang an ein Bestreben, das Kinderheim staatlich anerkennen zu lassen, damit die Kinder auch von rechtlicher Seite her geschützt sind.

Das Ministerium MIMDES bestätigte mittlerweile urkundlich, dass «Hogar MAHANAIM» staatlich anerkannt ist.

Diese Auszeichnung bringt aber auch Bedingungen mit sich, welche zu erfüllen sind:

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Hanni Baumgartner, die hauptverantwortliche Leiterin des Kinderheimes, mit einem Teil «ihrer Kinder».

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In Jaime und Zulema Morales (li.) wurde für die Aufgabe als Haus-Eltern ein begabtes Ehepaar gefunden. Sie sind den Kindern liebende Erzieher. Elizabeth Poma (re.) ist Sozialarbeiterin und gleichzeitig Pastorin der Gemeinde Emmanuel in Pachacutec, einem der Armenviertel Limas. Ihre Aufgabe ist es, nach Angehörigen der Heim-Kinder zu forschen und diese dann aufzusuchen. Sie bemüht sich, dass die Papiere der Kinder und die Formalitäten mit den Richtern und Autoritäten des Landes in Ordnung sind.

Das Team arbeitet eng mit den Sozialbehörden zusammen. Die meisten Kinder werden durch das Sozialamt zugewiesen, die staatlichen Heime sind normalerweise überfüllt und so werden Privatheime zu deren Entlastung angefragt.

Denn wohin soll eine Beamtin mit einem Säugling, der neben einem überquellenden Abfallcontainer gefunden wurde und nun in einer Tüte auf ihrem Tisch liegt? Und wohin mit jenem Kind, welches verkauft wurde, im Flughafen bei der Zollkontrolle auffiel und ebenfalls keine Identität mehr hat?

Wenn in «Hogar-MAHANAIM» das Telefon klingelt, ist daher am andern Ende der Leitung oft eine Sozialarbeiterin. Sie kündigt an, dass die Kinderheim-Familie Zuwachs bekommen wird…

Stellvertretend für die vielen Kinderschicksale, welche in Hogar-MAHANAIM eine gute Wende nehmen durften, hier einige Geschichten:

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Am Strassenrand wird ein 14-tägiger Säugling gefunden…

Ein Richter hat die Verfügung erlassen, das Kind nach Hogar-MAHANAIM zu bringen.
Das verwahrloste Kind, mit allenfalls ärztlichen Zeugnissen und Akten, welche aussagen, durch welchen Richter der Säugling überwiesen wurde, wird gegen eine Unterschrift ausgehändigt und von diesem Moment an liegt die Verantwortung bei Hanni Baumgartner und ihrem Team.

Als eine Frühgeburt im siebten Monat erblickt ein Junge das Licht der Welt…

Seine Mutter ist erst 16-jährig, der Vater, ein Hochländer, verschwunden.
Zwei Jahre lang kämpft sich die junge Mutter mit dem Kleinen durch. Dann kommt  der Tag, an dem sie nicht mehr weiter weiss. Der kleine Renato ist unterernährt und wird ihr zur Last. Eines Abends gegen acht Uhr bittet sie einen Passanten, mitten im Zentrum der Millionenstadt Lima, dem Buben etwas zu essen zu geben, sie habe kein Geld dazu. Der angesprochene Herr beobachtet anschliessend, wie die Mutter den Kleinen vor eine Haustür setzt und wegläuft. Ein Plastiksack mit zwei Decken und einigen Kleidchen sind seine Habseligkeiten.
Der Mann realisiert nach einiger Zeit, dass das Mädchen nicht zurück kommen wird und bringt den Jungen zum nächsten Polizeiposten.
Dort wird ein Protokoll verfasst. Erst nach zwei Tagen erscheint die 18-jährige, um sich nach ihrem Kind zu erkundigen. Sie wird ausgefragt, aber ihr Entschluss steht fest: Sie hat kein Geld und keine Möglichkeit, um für den Buben zu sorgen und ihn zu ernähren. Sie bittet darum, ihn in ein Heim geben zu können… eine Unterschrift und sie kann gehen.

So gelangt Renato vorerst in ein staatliches Kinderheim und von dort einige Monate später nach Hogar-MAHANAIM.
Ein stiller Bub, welcher kaum eine Miene verzieht, mit niemandem spricht, weder weint noch lacht. In seinem Bericht steht: Frühgeburt, depressiv. Es ist das erste Mal, dass das Team diese Bezeichnung für ein Kind liest. Doch es beeindruckt nicht – Gott hat eigene Wege!
Noch keinen Monat in Hogar-MAHANAIM erkrankt Renato an Windpocken. Er wird isoliert, um keines der anderen Kinder anzustecken, was auch beinahe gelingt!
Es ist erstaunlich, wie Renato widerstandslos alles mit sich geschehen lässt.

Wieder gesund, beginnt er richtig zu essen! Langsam aber sicher verändert sich sein Verhalten. Er fasst Vertrauen, beginnt zu sprechen – wenn auch beinahe unverständlich. Ein gleichaltriger Knabe hält Einzug und nun geniesst Renato den Spielkameraden und lernt sich sogar zu wehren. Er bleibt aber ein lieber, problemloser «Schatz», welcher sich sowohl in der Gruppe als auch alleine sichtlich wohl fühlt.
Bei der Impfung schaut er nach dem Stich den Arzt strahlend an und sagt: «Danke, Doktor!»
Erste Schritte zur Adoption sind im Tun und Gott wird ihm «seine eigenen Eltern» erwählen.

Drei Monate alt, verlassen, herkunftslos - wenige Tage vor Weihnachten 2005… kurze Zeit nach der Eröffnung des Kinderheims, klingelte in Hogar-MAHANAIM ebenfalls das Telefon: «In unserem Richterbüro haben wir ein dreimonatiges Mädchen, eben aus dem Kinderspital entlassen, Eltern haben sich keine gemeldet. Bitte holen sie das Baby rasch, es braucht Milch.»
Hanni und Zulema legen den Weg ins Zentrum der Stadt im Flug zurück. Im Büro angekommen, drückt die Sozialassistentin Hanni ein knapp vier Kilogramm schweres Kind in den Arm, dazu ein Bündel Akten.
Letztere liest Hanni erst zu Hause in Ruhe durch, mit dem Resultat einer beinahe schlaflosen Nacht!
Das Mädchen hat Down Syndrom, Probleme mit Herz, Lungen und Leber. Eine Herzoperation wird dringend empfohlen…
Würde das Team in der Lage sein, diese Kleine durchzubringen? Sie haben gutes Personal, aber keine Säuglingsschwester. Welche Pläne hat Gott mit dem Baby? Diese Fragen haben einige Tage lang das ganze Team stark bewegt.
Im Glauben an göttliche Heilung wurde mit dem Kind gebetet und im Namen Jesu über den erwähnten Organen Heilung ausgesprochen – die Herzoperation ist seither von den Ärzten nie mehr erwähnt worden!
Nun wurde ein passender Name gesucht, denn in den Akten sind höchstens Familiennamen genannt. Wir nennen sie hier Deborah.
Ein gläubiger Arzt und Freund verschrieb Deborah die richtige Milch und Vitamine. So nahm sie langsam zu. Mittlerweile hat sie grosse Freude am Essen entwickelt.
Deborahs Geschichte ist lang: Lungenentzündungen und zwei grosse Zwerchfelloperationen hat sie in ihren zwei Jahren mit viel Gebetsunterstützung mutig überstanden.
Deborah hat sich als ein liebenswertes, fröhliches Mädchen entpuppt. Wie viele Schmerzen musste sie wohl vorher erlitten haben!
Noch geht Deborah nicht ohne Hilfe, sie rast aber voller Vergnügen mit ihrem Gehwägelchen umher. Angst scheint sie keine zu kennen.

Besonders unerwünscht sind natürlich behinderte Kinder

In der Geburtsabteilung des Spitals wird dem Vater eines Neugeborenen mitgeteilt: «Ihr Junge ist behindert!» Kurz und entschlossen meldet der Vater seiner Lebensgefährtin: «Mit dem Kleinen musst du gar nicht erst nach Hause kommen.»
Die junge Frau ist schockiert. Nach wenigen Tagen wird sie aus dem Spital entlassen. Was tun mit dem süssen Baby? Welch ein Dilemma!
Der Markt befindet sich unweit vom Spital. In ihrer grossen Not deponiert sie das Bündel dort. Dann geht sie weg und setzt sich weinend an den Strassenrand. Ein Glaceverkäufer sieht sie und fragt sie nach dem Grund ihrer Not. Die Frau erzählt ihm alles.
«Kommen Sie, wir gehen mit dem Kind zum Polizeiposten, dort kann Ihnen sicher geholfen werden.»
Unverzüglich schreibt der Beamte auf seiner alten Schreibmaschine eine gerade noch knapp leserliche Akte und die Frau ist ihrer Sorge enthoben…

Bereits kurze Zeit später: An der Haustüre zu Hogar-MAHANAIM läutet die Glocke. Über die Gegensprechanlage klingt eine Frauenstimme. Es ist eine der Sozialassistentinnen, welche sich um die verlassenen Kinder kümmert: «Wir bringen ihnen den kleinen Knaben – wie wir vorhin telefonisch vereinbarten.» Hanni eilt zur Türe, und es steigt ein erstes Dankgebet zum Himmel – es gilt ein weiteres Kind glücklich machen zu dürfen.
Nach dem Empfang des Säuglings und den erledigten Formalitäten wird der kleine, noch namenlose Erdenbürger, von seiner neuen Familie willkommen geheissen und gesegnet.
Bereits nach 18 Monaten ist Elisa ein strammes Bürschchen mit erstaunlichen Kräften! Er erhält regelmässige Therapie in einem staatlichen Rehabilitationszentrum. Seine Eltern haben definitiv erklärt, das Kind nicht aufziehen zu können.

Das Kinderheim «Hogar-MAHANAIM» wird finanziell nur durch private Spenden finanziert.


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«EKKLESIA–una Misión» in Cusco

Die Schweizer Missionarin Maja Dätwyler (unten mi.) ist Ärztin und arbeitet seit 1990 in Cusco und Umgebung (Bild li.). Das «Herz» von EKKLESIA (Bild re.)

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Nach neun Jahren Mitarbeit in der Maranata-Bewegung entstand 1998 ein unabhängiges, peruanisches Werk, die Bewegung EKKLESIA-una Misión. Eine Handvoll Peruaner und Peruanerinnen und die Wahlperuanerin Maja Dätwyler suchen seither gemeinsam den Weg, um einer Vision Gestalt zu verleihen.

Und dies ist daraus bisher entstanden:

Die Bewegung EKKLESIA hat in drei Gemeinden etwa 180 Menschen zwischen 18 und 80 Jahren und ca. 200 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Sie treffen sich in wöchentlichen Gottesdiensten und Hauszellen.

Von den 200 betreuten Kindern haben nur etwa deren 20 wenigstens einen gläubigen Elternteil. Sie treffen sich wöchentlich in den Sonntagschulen und in Kinderhauskreisen.

Die Gemeindegründungsprozesse in Zurite und Puno werden von einheimischen Equipen geleitet und von der Muttergemeinde in Cusco im Gebet und finanziell unterstützt.

Seit 2002 betreibt EKKLESIA eine Bibelschule, welche auch Geschwistern anderer Gemeinden offen steht. Es wird der Grad eines «Master in Theologie» und Bibelkunde angeboten.

Seit 2004 gehören zum Ausbildungsbereich der Gemeinden die Kurse des ICL (Institut für christliche Lebens- und Eheberatung, Steinen, Deutschland). Gott hat es geführt und ermöglicht, in Peru diese wertvollen und völlig unbekannten Ausbildungsmöglichkeiten zu haben.

«EKKLESIA–una Misión» als Sozialwerk ist zwar ein eigener, nicht gewinnbringender peruanischer Verein, gehört aber ganz zur Vision der Gemeindebewegung. Das Werk dient bisher vor allem in Cusco und Umgebung Menschen, welche unter extremer Armut und deren Folgen leiden.

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Die Projekte sind

Alle diese Arbeitszweige sind von Spenden aus Europa abhängig.

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Berichte von Kindern der CASA ESTRELLA

Ruth und Lucía

«Ich bin Ruth und 9 Jahre alt. Meine Geschwister heissen Ruben, Lucía und Doris.
Meine Mutter arbeitet als Schneiderin und mein Vater ist Schreiner. Beide haben oft keine oder nur ganz wenig Arbeit. Ich bin Schülerin der vierten Primarschulklasse an der Schule General Ollanta.
In der CASA ESTRELLA hilft man mir, meine Hausaufgaben zu machen und ich bekomme genug zu essen. Die Lehrer, die wir dort haben sind sehr gut und nett.»

Lucía, die ältere Schwester von Ruth, ist 11 Jahre alt. Sie ist ebenfalls Teil der Kindergruppe der CASA ESTRELLA. Sie besucht die 6. Primarschulklasse an der Schule Sagrado Corazón = Heiliges Herz.
Beide Schwestern hatten früher sehr schlechte Noten. Ruth litt zudem unter Gedächtnisstörungen und unkontrolliertem Harnabgang. Sie hat nicht nur nachts das Bett genässt, sondern litt auch tagsüber unter demselben Problem. Beide Probleme traten in der Zeit auf, als die Eltern sich trennten. Dank der Unterstützung der CASA ESTRELLA haben die Mädchen sehr viel bessere schulische Leistungen und auch die psychischen Probleme von Ruth sind verschwunden.
Beide sind heute fröhliche Mädchen.

Maria und Johan

«Ich heisse Maria und bin 8 Jahre alt. Meine Geschwister sind: Juan, Johan, Dalia, Lucero, Milagros, Luciano und Judit. Meine Mutter arbeitet manchmal und verkauft Früchte auf der Strasse. Aber meistens ist sie zu Hause und betreut meine jüngeren Geschwister. Mein Vater arbeitet als Schreiner. Ich besuche die dritte Primarschulklasse in der Schule Viva el Peru.

In der CASA ESTRELLA bekomme ich gutes Essen, man hilft mir meine Hausaufgaben zu machen und ich lerne auch auf andere Rücksicht zu nehmen und zu gehorchen.»

Johan ist der Bruder von Maria und ist ebenfalls Teil der Kindergruppe der CASA ESTRELLA. Er ist 12 Jahre alt und besucht an der Viva el Peru die erste Sekundarschulklasse. Die beiden Kinder sind Teil des Projektes, weil sie aus einer sehr grossen Familie kommen und die Einkünfte der Eltern bei weitem nicht ausreichen, um die ganze Familie zu versorgen. Johan und Maria gingen früher sehr oft nicht zur Schule und haben versucht als Strassenverkäufer etwas mit dazu zu verdienen. Johan tut dies heute noch: Er verkauft selbstgemachtes Eis – aber er tut es nur noch am Wochenende und an Feiertagen. Laut den Aussagen der Mutter, anlässlich eines Elternabends, sind die schulischen Leistungen beider Kinder nun sehr gut. Beide haben oft Noten zwischen 18 und 20, was früher nie vorkam (Bestnote in Peru ist 20).

Ab 2008 wird das Projekt CASA ESTRELLA erweitert und dann können mindestens 30 weitere Ex-Straßenkinder aufgenommen und betreut werden.

Es sollen auch Heimgruppen geschaffen werden, in denen Kinder, welche nie mehr in ihre angestammte Familie zurückkehren können, Aufnahme finden. In der Gemeinde in Cusco gibt es Mütter, welche die Fähigkeit entwickelt haben, solchen Kindern Mutter zu werden und Familien, welche diese Kinder aufnehmen können.

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EKKLESIA wird täglich mit neuen Kinderschicksalen konfrontiert:

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  Angela wurde vier Jahre lang von ihrem Stiefvater sexuell missbraucht, bis es im 12. Lebensjahr zur Schwangerschaft kam. Sie war 13 ½ Jahre jung als ihr Sohn Raul zur Welt kam. Seither wird ihr bei EKKLESIA als Mutter, Sekundarschülerin und junge Frau im Umbruch der Pubertät, geholfen, dass sie ihren Weg findet.

Samanta wurde vom eigenen Vater im Alter von 14 Jahren vergewaltigt. Nach zwei notvollen Jahren konnte sie das Elternhaus verlassen und kam im März 2007 nach Cusco, um die Sekundarschule besuchen zu können.
Hier wurde sie vom Sohn des Onkels, bei welchem sie wohnte, regelmässig missbraucht. Als sie ein halbes Jahr später ins Heim von EKKLESIA kam, war sie sehr still, sehr eingeschüchtert, sehr angepasst. Noch immer wissen Maja Dätwyler und ihr Team das meiste aus ihrem Leben nur vom Richter.

Die meisten Mädchen sprechen erst Jahre später über ihre Kindheit. Oft erst wenn sie bereits verheiratet sind und es zu ernsthaften Eheschwierigkeiten kommt. Bei EKKLESIA werden Mädchen auf dem Weg der therapeutischen Aufarbeitung ihrer Missbrauchvergangenheit begleitet.

EKKLESIA plant weitere Heimplätze für missbrauchte Mädchen, mit oder ohne Kind, zu schaffen. Liebe und Annahme in stabiler Umgebung, zusammen mit dem Wirken des Heiligen Geistes heilt ihre Wunden und gibt Zukunftsperspektive.

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Gott selber hat es so geführt, dass Maja Dätwyler im Jahr 2003 völlig unverhofft angefragt wurde, ob sie nicht vorübergehend ein ausgesetztes Neugeborenes aufnehmen könnte.

Vorgängig hatten sie und ihr Team über mehrere Monate Gott gefragt, welches das nächste Sozialprojekt werden solle.

«Als ich Ana in den Armen hielt, wusste ich, dass sie bis zur Adoption bleiben würde und dass nach ihr noch viele andere in unseren Haus, nach einem sehr schweren Start ins Leben, eine gesunde Entwicklung erleben dürfen.» (Zitat: Maja Dätwyler)

Carlos wurde im Alter von drei Wochen an den Rand der Mülldeponie gelegt. Den Geruch von Schweinejauche, welcher mit ihm ins Haus kam, werden wohl alle Mitarbeiter kaum je vergessen… Carlos hatte eine schwere Blutvergiftung, welche zwei Tage nach seinem Eintritt diagnostiziert wurde. Auf wundersame Weise überlebte er. Heute trägt er einen baskischen Nachnamen aristokratischer Herkunft.

Natania hat drei Abtreibungsversuche überlebt und ist mittlerweile eine gesunde Vierjährige, die mit ihren Eltern in Oberitalien lebt.

Alex wurde zwei Stunden nach der Geburt im Spitalbett verlassen; seine Mutter kam vom Gang zur Toilette nicht zurück. Er ist nun spanisch-peruanischer Doppelbürger und wohnt in Barcelona.

Antuanett wurde von ihrer geistig behinderten Mutter alleine auf dem Feld geboren und wäre von ihr auch beinahe umgebracht worden. «Zufällig» kam jemand vorbei und konnte der wild um sich schlagenden Mutter das Neugeborene entreissen. Aus dem kleinen und untergewichtigen Säugling wurde ein kluges Mädchen, welches nun in Italien ein liebevolles zu Hause gefunden hat.

Victor und Sara haben mehrere Nächte als Neugeborene mit ihren geistig behinderten Müttern auf der Strasse verbracht. Beide kamen deswegen sehr krank zu EKKLESIA. Es brauchte Monate intensiver Betreuung bis Victor seine Knochenentzündung am Oberarm und Sara ihren chronischen Husten überwunden hatten.
Inzwischen sind sie fröhliche Kinder, die Zwillinge sein könnten.

Ronaldo kam in der Jugendstrafanstalt zum Glauben an Jesus. Er war wegen eines bewaffneten Raubüberfalls im Rahmen des Drogenhandels, mit 13 Jahren dorthin gekommen. Inzwischen ist er erwachsen und ein initiativer Student. Ronaldo ist zudem Mitglied der Gemeinde in Cusco und sein Leben hat Perspektive und Sinn.
Mittlerweile besucht auch seine Mutter die Gottesdienste, was nicht nur ihm eine grosse Freude ist. Der Glaube an einen lebendigen Gott und die liebevolle Betreuung und Beratung einiger junger Gemeindemitglieder haben ihm geholfen «auf die rechte Bahn» zurück zu finden.
Immer wieder spricht Ronaldo von dem, was ihm auf dem Herzen brennt:

«Wann beginnen wir mit einem Heim für entlassene minderjährige Straffällige?»

Er weiss wovon er spricht. Bei Maja Dätwyler und ihrem Team stösst er auf offene Ohren, sie kennen diese Not. Und sie beten, dass sich Türen öffnen, damit diesem Elend begegnet werden kann.
Inzwischen werden die jugendlichen Strafgefangenen jede Woche von einer Gruppe Jugendlicher aus der Gemeinde besucht.


Häuser für Strassenkinder

Arbeit unter Strassenkindern wird ausserdem betrieben in

Gemeindebau / Schularbeit

Es gibt heute 180 Gemeinden der „Maranata-Bewegung“. Diese findet man in Lima, in den Regionen Madre de Dios, Cusco und Puno - d.h. im Regenwald und im Bergland.

In Lima

Ungefähr ein Drittel der Einwohner Limas, das sind drei Millionen Menschen, leben in den
Sandhügeln – den Slums.

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Eines dieser Viertel ist Pachacutec, es liegt erhöht abseits der Autopiste. Der atemberaubende Ausblick über die brausenden Wogen des Pazifiks ist ein krasser Gegensatz zu den kahlen Sandhügeln – einem riesigen Meer von Behausungen und Hütten aus Holz, Bastmatten oder gar Karton.

Hier arbeitet Elizabeth Poma, (die Sozialarbeiterin und Mitarbeiterin von Hogar-MAHANAIM) als Pastorin. Sie leitet die Gemeinde Emmanuel der Asamblea de Dios del Peru.

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Diese Gemeinde entstand durch Kinderstunden. Jede Woche wurden dort im Sand die Kinder zusammen getrommelt. Diese wussten: Hier gibt es Lieder, Spiel, Spass, die frohe Botschaft und auch etwas zwischen die Zähne. Die Kindergruppe wuchs und in einem nächsten Schritt wurden dann auch die Eltern und Angehörigen erreicht.

So entstand vor sechs Jahren in Pachacutec die Gemeinde Emmanuel.

In Puno

Puno liegt fast 4'000 müM im Hochland von Peru.
Seit 2006 ist hier eine der Tochtergemeinden von EKKLESIA tätig.

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Durch MAHANAIM werden die staatlichen Schulen unterstützt, indem für den biblischen Unterricht das Unterrichtsmaterial zur Verfügung gestellt wird. Es gibt auch eine Schule für Eltern. Dieser Zweig wird koordiniert von der Gemeinde Maranata Puno.

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Bei den Asháninka- und Nomatsiguenga-Indianern

Die Asháninkas’s sind eine Volksgruppe, welche im Tropenwald des westlichen Amazonasbecken, am Ostrand der Anden lebt. Ihre Zahl wird auf etwa 65'000 Personen geschätzt.
Die Nomatsiguenga’s sind eine etwa 6’500 Menschen zählende Gruppe in der Provinz Satipo, im Regenwaldgebiet Perus.

Kulturell gehören die Nomatsiguenga’s zu den Asháninka’s. Die beiden Sprachen sind eng verwandt.

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In den Schulen dieser beiden indigenen Völker (Ureinwohner) im Regenwald, wird die frohe Botschaft ebenfalls in drei Staatsschulen während des Religionsunterrichtes verkündet. MAHANAIM unterstützt einheimische Lehrkräfte mit Unterrichtsmaterial und Reisespesen. Hier sind alles beheimatete Teams im Einsatz.

Schularbeit wird auch unterstützt in

Die Schulen werden von einheimischen Gemeinden und Leitern geführt.

 

Lehrerseminar «Diego Thomson»
Fünfjährige Ausbildung für Primarlehrer, Kindergärtnerinnen und Informatiker.

Durchschnittliche Studentenzahl: 450 – 500. Während neue Studenten eingeschrieben werden, ziehen jedes Jahr aprox. 80 frischgebackene Lehrer aus. Den meisten von ihnen ist es ein grosses Anliegen, die frohe Botschaft in die Klassenzimmer zu bringen.


Informationen über Peru:
Missionsleiter
Heinz Bossi
Büro
Pfingstgemeinde Wädenswil "Auerenhuus"
Auerenstr. 10
8820 Wädenswil
Tel. 043 477 60 92
E-Mail: heinz.bossi@auerehuus.ch

Missionare
Hanni Baumgartner und Sylvia Roth
Apartado L 21-0012
Pueblo Libre
PE-Lima 21(PERU)
E-Mail: hannibaumgar@yahoo.com
E-Mail: sroth@qnet.com.pe
Web: Organisation Mision Christiana "MAHANAIM"

Maja Dätwyler
Apartado 299
PE–Cusco (PERU)
E-Mail: maja47@terra.com.pe

Schweiz. Pfingstmission
Generalsekretariat
Postfach 3841
5001 Aarau
Tel. 062 832 20 10
E-Mail: info@pfingstmission.ch

Unterstützungsmöglichkeiten
PC-Konto: 80-37381-7
(Bitte eine Mitteilung zum Verwendungszweck anbringen)